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Hauptstadt Dublin – Die Stadt der Molly Malone

Dublin, die Hauptstadt und gleichzeitige größte Stadt Irlands, hat sich im Laufe der Jahre zu einer echten europäischen Metropole gemausert, die in ihrer einzigartigen Klasse durchaus mit den Weltstädten Paris und London mithalten kann.

Der Fluss Liffey teilt Dublin in einen Nord- und einen Südteil. Zwar sind auch jetzt noch gesellschaftliche Unterschiede zwischen dem Arbeiterviertel (Northside) und der besser Gestellten (Southside) vorhanden, doch sind sie längst nicht mehr so groß wie noch vor Jahrhunderten.

river liffey, evening light

Das Herz Dublins schlägt in seinen zahlreichen Pubs. Hier treffen sich Einheimische und Gäste nicht nur, um zusammen ein Bier zu trinken. Die Pubs sind zugleich auch Stätten der Musik, von Gesprächen und jeder Menge Spaß. Sie werden heute zunehmend von modernen Bars und Clubs ergänzt. Im Kulturviertel Temple Bar kommen vornehmlich die Touristen, die ein aktives Nachtleben bevorzugen, auf ihre Kosten. Die mittelalterlichen Straßenzüge und engen, mit Kopfstein gepflasterten Gassen befinden sich am Südufer des Liffey und erlauben einen Blick auf das mittelalterliche Flair Dublins.

Malahide Castle 2

Von der Georgianischen Architektur der Stadt, die sich vorwiegend in den Jahren von 1714 bis 1830 unter den Regentschaften Georg I. bis Georg IV. als eigenständige Bauweise etablierte, ist leider nur wenig erhalten geblieben. Nur vereinzelte Gebäude erinnern noch an den Stil, der den Namen seiner Könige trägt. Dafür befindet sich die weltweit meist fotografierte Brücke, die Half- Penny- Brücke, in einem restaurierten Zustand. Die aus dem Jahr 1816 stammende Fußgängerbrücke über den Fluss präsentiert sich heute in einem majestätisch weißen Anstrich. Ihren Namen erhielt sie nach der Höhe des Wegzolls, der erst seit 1919 nicht mehr entrichtet wird.

An das alte Irland erinnern das einer Festung gleichende Schloss Dublin Castle an der Dame Street in der Altstadt und das Kilmainham Gefängnis, in dem viele irische Rebellen und Politiker inhaftiert waren und teilweise hingerichtet wurden. Das Gebäude kann heute als Museum besichtig werden und bietet interessante Einblicke sowohl in die Lebensbedingungen der Inhaftierten als auch die irische Geschichte, in der es eine bedeutene Rolle spielte.

Molly Malone (1988)

Wer in Dublin ist, sollte unbedingt bei Molly Malone vorbeischauen. Das Denkmal der freizügigen jungen Fischerin, die tagsüber ihren Fisch und nachts ihre Reize verkaufte, wurde als eines der Wahrzeichen der Stadt aus Anlass der Tausendjahrfeier aufgestellt. Im Volksmund erhielt es den Namen „Dish with the fish“ oder auch „ Tart with the cart“. Die traurige irische Ballade um das Mädchen, dass an einem Fieber starb, ist die Hymne der Stadt Dublin und wurde weit über ihre Grenzen hinaus bekannt. Ein Bummel durch die vielen Grünanlagen der Stadt oder die Besichtigung der wunderschönen Kathedralen könnte einen Tag in Dublin abrunden. Bevor man sich dann in das Nachtleben stürzt, sollte man unbedingt Dublin Coddle probieren, das traditionelle Nachtmahl aus Würstchen, Schinken, Kartoffeln und Zwiebeln, in einer würzigen Brühe zu Eintopf gekocht.

Weitere Infos Hauptstadt Dublin

Fotos – Thierry MaffeisAiri PungAiri PungFotolia.com

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