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Die Vielfalt des Herbstes

“Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird”, so sah Albert Comes, franz. Literaturnobelpreisträger den Herbst. Der Herbst stellt den Abschluss des warmen Sommers dar und bereitet uns auf den kalten Winter vor. Im Herbst ernten wir, was wir im Frühjahr gesät haben und bei zahlreiche Aktivitäten im Freien können wir die gelb, rot und braun eingefärbte Natur genießen.

Herbstbeginn

Der astronomische Herbstbeginn findet vom 22. auf den 23. September statt. An diesem Tag herrscht die Tagundnachtgleiche. Doch meist schon Wochen zuvor klingt der Sommer aus, die Tage werden wieder kürzer, die Nächte länger und auch die Strahlen der Sonne fallen schwächer aus als noch ein paar Wochen zuvor. 1994 wurde in fast allen Europäischen Mitgliedsländern einheitlich die Sommerzeit eingeführt (in Deutschland bereits seit 1980). Diese Zeitumstellung endet jeweils am letzten Oktobersonntag des Jahres. Es wird die Uhr um 3 Uhr nachts auf 2 Uhr zurückgestellt und die „Normalzeit“ nimmt ihren Lauf.

Erntezeit

Der Herbst ist die Zeit der Ernte und des Erntedankes. Früchte wie Äpfel, Weintrauben, Pflaumen und Birnen reifen in der Herbstsonne und auf den Feldern tummeln sich die Bauern, um die Ernte einzufahren. An einem beliebigen Sonntag von Ende September bis Mitte Oktober wird das kirchliche Fest des Erntedankes gefeiert. Dieses Fest ist Anfang des 20. Jahrhunderts in den katholischen Festkreis aufgenommen worden und wurde einst von Bauern und Gutsherren mit einem Festmahl begangen. Mit Früchten, Blumen und Ähren geschmückte Wagen fuhren durch den Ort und auch heute noch wird dieses Fest in den meisten Pfarren nach altem Brauch gefeiert.

Herbstaktivitäten

Schöne Herbsttage laden zu zahlreichen Freizeitaktivitäten im Freien ein. Auf den Bergen und Almen ist Hochsaison für Wanderer und Bergfexen. Das Vieh wird oft schön geschmückt von der Alm abgetrieben und dieser „Almabtrieb“ mit einem Fest gefeiert. Radtouren an der frischen Herbstluft und Spaziergänge durch den bunten Herbstwald lassen uns Energien für den kalten Winter tanken und gerne werden die letzten warmen Sonnenstrahlen im Garten oder am Balkon genossen. Es macht Spaß, mit den Kindern in den Wald zu gehen und aus den Zapfen, Kastanien, Blättern und Ästen kreative Dekorationen zu basteln. Auch ist der Herbst eine beliebte Zeit, um Drachen steigen zu lassen oder die bunte Herbstwelt von oben in einem Heißluftballon zu beobachten. Der Garten wird fit für den Winter gemacht, Tiere finden Unterschlupf für den Winterschlaf im Laub und wir bereiten uns auf eine ruhige Zeit, den Winter, vor.

Traditionelles

Zahlreiche Feste wie das bereits erwähnte Erntedankfest werden im Herbst gefeiert. Am Abend des 31. Oktober wird „Halloween“ begangen. Kinder schnitzen bereits Tage vorher schaurige Gesichter in ausgehöhlte Kürbisse und leuchten diese mit Kerzen aus. War das früher nur in Amerika und Irland Brauch, so gehen seit einigen Jahren die Kinder auch bei uns verkleidet von Haus zu Haus mit dem Spruch „Süßes oder Saures“ („Trick or Treat“). Hierbei fordern die Sprösslinge Süßigkeiten, sonst drohen sie mit Streichen. Decken Sie sich vorsichtshalber gleich mal mit Bonbons und Schokolade ein!

Am 1. November findet Allerheiligen und am 2. November Allerseelen statt. An diesen Tagen werden die Gräber geschmückt und es wird an die Heiligen und Verstorbenen gedacht.

Am 11. November findet der Namenstag des Hl. Martin statt. Er gilt als Schutzpatron der Armen. Kinder feiern diesen Tag mit einem Laternenumzug und lustigen Liedern, Erwachsene nehmen im Anschluss am traditionellen „Ganslessen“ teil und verspeisen gebratene Gänse mit Rotkohl und Klößen.

Ebenso am 11.11. um Punkt 11.11 Uhr findet der offizielle Karnevalsbeginn statt. Die Narrenzeit wird traditionell mit Krapfen, einer mit Aprikosenkonfitüre oder Puddingcreme gefüllten Hefespezialität, begonnen und endet erst mit dem Aschermittwoch. Doch davor kommt noch die stille Adventszeit, die ja teilweise auch noch in den Herbst fällt. Genießen Sie diese vielseitige Zeit des Jahreskreislaufes und machen Sie es wie uns Annegret Kronenberg rät: „Hoffnung schöpfen, Ruhe finden, sich besinnen, Stille üben und für Weihnachten offen sein.“

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