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Reisen: Ans Impfen denken

Die Urlaubszeit ist für viele die schönste Zeit des Jahres. Ausspannen, Stress abbauen, neue Länder und Menschen kennen lernen. Gerne vergisst man dabei, sich entsprechend gegen mögliche Krankheiten wie Hepatitis oder Malaria zu schützen. Dabei kann ein kleiner Pieks Gold wert sein.

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Andere Länder, andere Krankheiten

Generell gilt: Je weiter man verreist, umso sorgfältiger muss Vorsorge getroffen werden. Zunächst sollte man sich rechtzeitig vor Reiseantritt über die klimatischen Bedingungen, die Impfbestimmungen und über Reiseimpfungen im betreffenden Land informieren. Manchmal ist zur Einreise ein Impfpass nötig.

Die Impfung ist eine vorbeugende Maßnahme gegen verschiedene Infektionskrankheiten und wird deshalb auch Schutzimpfung genannt. Man unterscheidet aktive Impfung und passive Immunisierung. Bei einer aktiven Impfung – auch Vakzination genannt – wird der Impfstoff (Vakzine) in Form abgeschwächter, abgetöteter oder fragmentierter Krankheitserreger oder deren Toxine in den Körper eingebracht. Ziel dieser Impfung ist es, das körpereigene Immunsystem zur Bildung spezifischer Antikörper anzuregen und so eine spezifische Immunität gegen die entsprechende Infektionskrankheit zu bewirken. Quelle: Wikipedia

 An die Basis und die Pflicht denken

Zuerst sollte an den Basisimpfschutz gedacht werden. Liegen die Impfungen für Tetanus (Wundstarrkrampf), Polio (Kinderlähmung) oder Diphterie länger als zehn Jahre zurück, sollte man schleunigst beim Doktor eine Auffrischung machen lassen. Auch an den Schutz gegen Masern, Röteln und Mumps sollte man denken. Und: Je nach Jahreszeit auch an den Grippeschutz. Dann sollte man sich über die Pflichtimpfungen für das jeweilige Urlaubsland kundig machen. Dazu zählen Injektionen gegen Gelbfieber im tropischen Südamerika, in Schwarzafrika und in der Sahel-Zone.

Das Gelbfieber, auch Ochropyra oder Schwarzes Erbrechen genannt, ist eine Krankheit, deren Ursache eine Infektion mit dem Gelbfieber-Virus ist. Bei dem Virus handelt es sich um ein 40 bis 50 nm großes, behülltes RNA-Virus mit positiver Polarität aus der Familie der Flaviviren.

Das Virus wird durch den Stich einer Mücke übertragen und ist in tropischen und subtropischen Gebieten in Südamerika und Afrika verbreitet, nicht aber in Asien. Die einzigen bekannten Wirte des Virus sind Primaten und verschiedene Stechmückenarten. Der Ursprung der Krankheit wird in Afrika vermutet, von wo es insbesondere durch den Sklavenhandel und den transatlantischen Verkehr ab dem 16. Jahrhundert in Südamerika verbreitet wurde.  Quelle: Wikipedia

In manchen Teilen Asiens und Afrikas krassiert Cholera. Oft kann es auch zum Reisedurchfall kommen, gegen den seit kurzem Impfen möglich ist. Last but not least die Impfung gegen die eitrige Gehirnhautentzündung (Meningokokken-Meningitis). Sie ist angesagt bei Touren nach Westafrika, in die Sahelgebiete, nach Asien und in arabische Länder.

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Freiwillig der Gesundheit zuliebe

Wer sich in tropische Regionen, in den Mittelmeerraum sowie in warme südliche und außereuropäische Länder begibt, sollte sich zu seinem eigenen Schutz gegen Gelbsucht (Hepatitis A) impfen lassen. Bei letztgenannten Ländern ist auch eine Vorkehrung gegen Typhus nicht verkehrt. Sicherheit bei Fahrten ins ländliche Asien gibt eine Injektion gegen die japanische Enzephalitis, eine von Mücken übertragene Hirnhautentzündung. Ein Thema in Asien, Afrika, Amerika, Polen, der Sowjetunion und dem Baltikum ist die Tollwutimpfung.

Impfen lassen sollte man sich auch gegen die von Zecken verbreitete Hirnhautentzündung (FSME). Dies ist nötig, wenn man in Nord- und Osteuropa, in den Alpenländern sowie in Deutschland unterwegs ist. Gegen das ebenfalls von Zecken übertragene Bakterium Borreliose gibt es in Deutschland noch keinen Impfschutz. Grund sind die vielen verschieden vorkommenden Borrelien. In Amerika dagegen gibt es nur eine Borrelien-Art; hier ist ein Impfen möglich. In Sachen Malaria-Prophylaxe sollte der Mediziner die geeignete Maßnahme in die Wege leiten.

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Rechtzeitig zum Arzt

Bei Reisen in exotische Länder ist es ratsam, mindestens vier Wochen vor Reisebeginn einen Arzt zu Rate zu ziehen. Übrigens: Reiseimpfungen bezahlt der Reisende aus eigener Tasche (wenn beruflich bedingt, der Arbeitgeber). Die Gesundheit sollte einem das aber Wert sein.

Fotos – Dronpix4UkomandosFotolia.com

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